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Verhalten & Verhaltensprobleme
Kind und Hund
hond_met_kindWie helfe ich meinem Kind mit einem Hund umzugehen

 

 

Ein Kind bis ungefähr 12 Jahre steht auf natürliche Art bei einem (erwachsenen) Hund immer niedriger als ältere Kinder und Erwachsene.
Sie, die Ranghöhern, werden dafür sorgen müssen, dass sie den Hund zu jeder Zeit unter dem Kind plazieren.
Unten stehen dann auch ein paar Hinweise und Regeln, um den Umgang zwischen Kind und Hund befriedigend zu gestalten.

 

  1. Lassen Sie ihr Kind nie allein mit dem Hund. Ungewollt könnte es durch eine Kommunationsstörung zu einem Biss kommen. Zum Beispiel, weil    ihr Kind mit dem Hund spielen möchte und der Hund nicht begreift, was gemeint ist, oder sich vor einer unerwarteten Bewegung erschreckt.
  2. Geben sie dem Hund einen eigenen Platz im Haus, wo er "sicher" ist und nicht gestört wird. Und bringen Sie Ihrem Kind bei, dass es von diesem Platz wegbleibt.
  3. Ein Hund wird versuchen oberhalb des Kindes zu stehen, in dem er zum Beispiel "Reitverhalten" anwendet. Dies ist oft der Fall, wenn das Kind auf dem Boden spielt oder kriecht. Der Hund sieht das Kind dann als tiefer stehend, weil es "niedrig" ist. Lassen Sie ihr Kind sofort aufstehen (wenn es das schon kann) und korrigieren Sie den Hund mit dem Kommando "PFUI". (Lassen Sie die Kommandos immer auf den Namen des Hundes folgen......z.b. Bello, Pfui!!!) Ist Ihr Kind noch zu klein, um aufrecht zu stehen, oder zeigt der Hund noch immer dominantes Verhalten, obwohl das Kind sich "groß" macht, korrigieren Sie den Hund dann, in dem sie zusammen mit dem Kommando den Hund in das Genickfell greifen und ihn zurück plazieren.
  4. Lassen Sie nicht zu, dass ihr Kind mit dem Hund Tauziehen spielt, außer sie wissen genau, dass das Kind gewinnt (ein sehr kleiner Hund). ..... Der Gewinner ist nämlich der Chef.
  5. Akzeptieren Sie nicht, dass der Hund ihrem Kind den Weg versperrt. Auch dann wird er das Gefühl haben, ihrem Kind überlegen zu sein.

Auch gibt es verschiedene Situationen, wo Mensch und Tier einander nicht verstehen, weil wir verschiedene Sprachen sprechen.
Und weil man einem Hund die Menschensprache nicht beibringen kann, werden wir lernen müssen, die Hundensprache zu begreifen.

Beispiele sind:

  • Ihr Kind ist ängstlich dem Hund gegenüber und ganz vorsichtig streichelt es den Hund überhands (über den Kopf Richtung Rücken). Der Hund begreift nicht, dass das Vorsicht ist, sondern erfährt es als eine " Dominanzerklärung". (Nur Ranghöhere dürfen das ungestraft tun). Er wird seine Schnauze in der Höhe tun und es gibt die Möglichkeit, dass er sogar zubeisst (aus Verteidigung). Dies können Sie verhindern, in dem Sie Ihrem Kind beibringen, den Hund seitlich vom Ohr her zu streichelen. Meist finden Hunden dies sehr angenehm.
  • Eine normale Reaktion bei Angst ist die Hände in der Höhe zu tun, wenn der Hund Kontakt sucht. Der Hund wird denken, dass sich vielleicht etwas Leckeres in der Hand befindet und kommt hoch, wodurch ihr Kind vielleicht noch ängstlicher wird oder umfallt. Mit der Folge, dass der Hund sieht, dass ihr Kind sich "klein" macht, und darauf dominant reagiert, wodurch Ihr Kind noch ängstlicher wird. Lehren Sie Ihr Kind die Hände niedrig zu halten. Der Hund wird dann nur riechen und seine Aufmerksamheit etwas anderem widmen.
  • Ihr Kind ist verliebt in den Hund, möchte ihm einen dicken Kuss geben und hängt sich ihm um den Hals. Der Hund empfindet das als Bedrohung, denn er wird nur von einem Ranghöheren so behandelt um bestraft zu werden. Einen Biss ins Gesicht wäre keine Ausnahme.
  • Lassen sie aus diesem Grund nicht zu, dass Ihr Kind sich über den Hund bückt.
  • Wenn ihr Kind den Hund streicheln möchte, lassen Sie es sich dem Hund immer von vorne nähern. Ein Hund, der unerwartet von hinten berührt wird, könnte sich erschrecken, mit unangenehmen Folgen.
  • Nachlaufen.....es sieht so lustig aus..... nur sind die Intentionen zwischen Mensch und Tier verschieden. Für uns sieht es so aus, als ob der Hund gesellig mitrennt und spielt, aber nichts ist falscher. Der Hund ist verwirrt und versucht das Nachlaufen zu beenden. Dies tut er oft, in dem er hinter dem Kind herrennt und gegen es springt, wodurch ihr Kind fällt und....usw. Oder der Hund möchte das Spiel durch beißen beenden, zum Beispiel in Arme und Beine. Versuchen sie zu verhindern, dass der Hund bei rennenden und spielenden Kindern ist, oder lenken sie den Hund ab, in dem sie selbst mit ihm spielen.

Es scheint ihnen vielleicht alles viel und kompliziert, aber innerhalb weniger Tagen geht das alles bei Ihnen automatisch und Sie vermeiden hierdurch viel Kummer, was wieder zu einem angenehmeren und geselligeren Zusammenleben mit ihrem neuen, treuen Vierbeiner in ihrer Familie führt

 
Ich bin der Boss

 

hondje_zitEinige Verhaltensregeln für Sie gegenüber Ihrem Hund um die Rangordnung zu bestimmen.

 


Rangorde bevestigende handelingen

 

  • Das Herrchen isst vor dem Hund. Wenn der Hund um die gleiche Zeit sein Futter bekommt wie die Familie, sorgen Sie dann immer dafür, dass der Hund nach die Familie frisst. Der Hund ist niedriger im Rang als das Herrchen und frisst deshalb auch später, der Ranghöhere isst immer früher!! Dies kann man auch tun, in dem man den Napf des Hundes mit Futter füllt, dann im Beisein des Hundes oberhalb vom Napf ein Plätzchen oder einen Cracker zu isst und danach den Napf dem Hund gibt. Lassen Sie den Hund sich erst setzen, bevor Sie ihm seinen Napf hinstellen und geben sie ihm danach zum Beispiel das Kommando " Friss". Dies verhindert, dass er hoch springt und Ihnen den Napf aus den Händen nimmt, und bestätigt Ihren Rang als Höherer. (Der Rangniedrige frisst erst, wenn der Ranghöhere dies genehmigt.
  • Der Hund liegt nicht auf der Couch und schläft nicht im Bett. Der Ranghöhere hat immer die Verfügung über das Beste und die höchsten Plätze, die Couch und das Bett also. Er akzeptiert da keine rangniedrigen Rudelmitglieder.
  • Das Herrchen bestimmt, wann, was und wie lange gespielt wird und gewinnt das Spiel. Spiel ist eine risikoarme Form von Aggression. Das, was für das Herrchen nett ist, hat für den Hund immer Nebenabsichten. Es ist darum wichtig als Herrchen während des Spiels buchstäblich die Leine in den Händen zu behalten und immer das Spiel oder die Spielsachen zu gewinnen.
  • Das Herrchen geht immer vor dem Hund durch die Tür. Der Ranghöhere geht immer vor dem Rangniedrigen, wenn schmale Durchgänge wie Türen da sind. Lehren Sie ihrem Hund darum ein Wartekommando. Er muss warten bis das Herrchen vor ihm gegangen ist.
  • Der Hund macht immer Platz für das Herrchen. Der Ranghöhere hat immer das Recht auf Durchgang. Also wenn der Hund im Weg liegt, muss er Platz machen für das Herrchen. Der Rangniedrigere macht immer Platz für den Ranghöheren.
  • Das Herrchen bestimmt immer den Weg während des Spaziergangs. Der Ranghöhere (der Dominante) bestimmt immer den Weg. Der Rangniedrigere geht immer mit dem Ranghöheren mit. Der Hund folgt immer dem Herrchen und bestimmt selber keinen Weg.
  • Der Hund bekommt nichts für nichts. Der Ranghöhere hat immer die Macht über das Futter, er bestimmt, wann der Rangniedrigere etwas bekommt. Der Hund bekommt von uns (dem Rudelanführer) nie Futter ohne etwas dafür getan zu haben. (Sitzen, liegen, gib Pfote usw.) Hierdurch bestätigen wir für den Hund unsere Macht über das Futter.
  • Der Hund muss jedem Befehl folgen. Die Rangniedrigen gehorchen immer dem Ranghöheren. Wenn Sie sehen, dass der Hund einem Befehl, den sie geben möchten, nicht gehorcht (z.B. "Komm her" nicht gehorchen wird, weil er mit anderen Hunden spielt.) Geben Sie den Befehl dann nicht. Holen Sie den Hund und üben sie später an der Leine. wenn sie den Hund unter Kontrolle haben, den Befehl noch mal. Achten sie darauf, während des Erteilens der Befehle immer Kontrolle über den Hund zu haben, sodass er den Befehlen folgen muss.
  • Das Herrchen bestimmt, wann der Hund Aufmerksamkeit bekommt. Der Ranghöhere bestimmt selbst, ob er Aufmerksamkeit an einen Rangniedrigen, der danach fragt, geben möchte. Es ist nicht schlimm Ihren Hund zu streicheln, wenn er danach fragt, aber schicken Sie ihn ab und zu auch weg. Der Ranghöhere hat das Recht Aufmerksamkeit zu geben, wenn er Lust hat, und den Rang niedrigen weg zu schicken, wenn er keine Lust hat.
  • Der Rudelanführer geht nicht zu einem Rangniedrigen, außer um ihn zurechtzuweisen. Also wollen Sie etwas von Ihrem Hund, rufen Sie ihn zu sich. Wenn er kommt, ist er selbstverständlich der liebste Hund der Welt, kommt er nicht, gehen Sie ruhig auf ihn zu und tun so, als ob Sie an ihm vorbei möchten. Nehmen sie ihn am Halsband und legen Sie ihn ruhig auf den Platz, wo Sie ihn gerne hätten. Jagen Sie ihm nicht hinterher, wenn das nicht gelingt, sondern drehen Sie sich um und verlassen das Zimmer. Es ist für den Hund das Schlimmste, wenn er negiert wird.
     
  • Beim Heimkommen (z.B. nach ihrer Arbeit) sind sie wichtig.
    Sie negieren aufs erste den Hund und begrüßen zuerst ihre eventuellen Familiemitglieder (Sie sind ranghöher.) Danach rufen Sie den Hund zu sich und begrüßen ihn.
  • Seien Sie immer konsequent. Wenn der Hund den einen Tag an der Leine ziehen darf, weil sein Herrchen gute Laune hat, und am nächsten Tag wird er grob korrigiert, weil sein Herrchen nicht gut bei Laune ist, dann ist das für den Hund nicht zu begreifen. Wenn sie Benehmen korrigieren wollen, müssen sie dies konsequent machen. (mit korrigieren ist nicht bestrafen gemeint, versuchen sie stattdessen unerwünschtes Benehmen soweit wie nur möglich zu negieren und gewünschtes Benehmen zu belohnen)

 

Was man als Herrchen am besten nicht tun sollte ohne Beratung oder Aufsicht eines Trainers oder Verhaltenlehrers:
· Die Hand flach über die Schnauze des Hundes legen und leichten Druck ausüben.
· Spielsachen wegnehmen.
· Futternapf wegnehmen.  


Diese Regeln können ihnen zu einem möglichst angenehmen Umgang mit ihrem Hund verhelfen.
Es ist ratsam, bei ernsthaften oder bleibenden Verhaltensproblemen mit einem Sachverständigen Kontakt aufzunehmen!!!!!

 


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